Industrielle Rohrleitungen und Lagertanks, die extremen Temperaturen oder Korrosion ausgesetzt sind, benötigen eine Wärmenachbehandlung (PWHT), um Eigenspannungen zu minimieren und die Mikrostruktur zu verfeinern; PWHT stellt sicher, dass diese Komponenten rauen Umgebungen standhalten können.
Beim Spannungsarmglühen (PWHT) wird das geschweißte Material auf eine ideale Temperatur erhitzt und für eine bestimmte Zeit auf dieser Temperatur gehalten. Dadurch werden Eigenspannungen gleichmäßig abgebaut und gleichmäßig über das gesamte Material verteilt.
Reduziert Eigenspannungen
Beim Schweißen entsteht ein hoher Temperaturgradient, der zu Eigenspannungen sowohl im Schweißmaterial als auch im Grundwerkstoff führt. Wenn diese Eigenspannungen mit Belastungsspannungen kombiniert werden, können sie die Auslegungsgrenzen des Materials überschreiten und zu dessen vollständigem Versagen führen.
Die Wärmebehandlung nach dem Schweißen (PWHT) trägt zum Abbau von Eigenspannungen und zur Verringerung des Verzugs bei, da sich Schweißnaht und Grundwerkstoff entspannen und gleichmäßiger umverteilen können. Die PWHT kann auch einige Anlaß- oder Ausscheidungsprozesse ermöglichen, die die Duktilität erhöhen und gleichzeitig die Sprödbruchfestigkeit verringern.
Eine wirksame PWHT erfordert die Kontrolle der Temperaturen und Zeiten, um einen gleichmäßigen Spannungsabbau in den Schweißstücken zu erreichen und die Eigenspannungen wie gewünscht zu reduzieren. Für einen maximalen Spannungsabbau müssen die richtigen Temperaturen und Einwirkzeiten eingehalten werden.
Die Forschung hat gezeigt, dass die PWHT die Eigenspannungen auf Werte unter 30% der Streckgrenze reduziert; sie enthalten jedoch immer noch genug Kraft, um die Schweißnähte zu beschädigen, und müssen bei der Vorhersage der Leistung geschweißter Komponenten berücksichtigt werden.
Verbessert die mechanischen Eigenschaften
Schweißen schafft wichtige Verbindungen zwischen Metallen, kann aber auch Spannungen und Verformungen in die Materialien einbringen. Die Wärmebehandlung nach dem Schweißen ist entscheidend, um diese Spannungen abzubauen und sicherzustellen, dass die Werkstoffe den rauen Umgebungsbedingungen standhalten.
Bei diesem Verfahren wird das geschweißte Material auf bestimmte Temperaturen erhitzt und dann langsam abgekühlt, um die Festigkeit zu verbessern, indem es gleichmäßiger wird und die Härte abnimmt. Außerdem können so thermische Verformungen in Druckgeräten vermieden werden, die deren Integrität beeinträchtigen und zu Leckagen oder Ausfällen führen könnten.
Bei der PWHT werden Bauteile aus nichtrostendem Stahl in der Regel eine Stunde lang pro Zoll Dicke bei Temperaturen zwischen 550 und 625 Grad Celsius lösungsgeglüht, um Eigenspannungen abzubauen, Spannungen in Schweißnähten und Wärmeeinflusszonen (WEZ) abzubauen, die Korrosionsbeständigkeit von Legierungen wiederherzustellen, mechanische Eigenschaften wie Duktilität, Zähigkeit und Sprödbruchsicherheit zu verbessern sowie Anlasseffekte wie Anlaßausscheidungen oder Alterung bestimmter Stähle zu erleichtern und gleichzeitig andere Legierungen zu bestimmten Zeiten und bei bestimmten Temperaturen anzulassen, ohne eine weitere Verschlechterung dieser Eigenschaften zu riskieren.
Verhindert wasserstoffinduzierte Rissbildung
Die Wasserstoffdiffusion beim Schweißen von hochfesten und dicken Werkstoffen stellt eine extreme Gefahr für die Integrität der Schweißnaht dar. Wenn zerstäubter Wasserstoff, der sich nicht mit dem Sauerstoff im Schweißgut verbinden kann, in Diskontinuitäten im Stahl diffundiert, bilden sich Risse. Dieser Zustand wird als Wasserstoffversprödung bezeichnet und macht Schweißnähte unbrauchbar. Wärmebehandlungsverfahren nach dem Schweißen wie das Wasserstoffausbacken ermöglichen es, dass eingeschlossener Wasserstoff in die Atmosphäre entweicht, anstatt zu versprödenden Kräften zu werden, die die Schweißnähte gefährden.
Die PWHT trägt auch dazu bei, geschweißte Bauteile vor Soft-Zone-Cracking (SZC) zu schützen, einer Auswirkung von Wasserstoffschäden, die zu einem vorzeitigen Versagen führen und kostspielige Nacharbeiten, Ausfallzeiten und Produktionsausfälle verursachen können. Die Anfälligkeit für SZC hängt zwar von der Mikrostruktur des Stahls ab, doch können PWHT und geeignete Schweißverfahren das Auftreten von SZC deutlich verringern.
Reduziert Korrosion
Die Wärmebehandlung nach dem Schweißen trägt dazu bei, Eigenspannungen abzubauen und die mechanischen Eigenschaften der geschweißten Bauteile zu verbessern, den Verzug zu verringern und die Korrosionsbeständigkeit zu erhöhen.
In Branchen wie der Energieerzeugung, der petrochemischen Verarbeitung und der Raffinerie werden Bauteile benötigt, die hohen Belastungen und extremen Temperaturen ausgesetzt sind, um strenge Vorschriften und Sicherheitsstandards zu erfüllen. Die PWHT stellt sicher, dass diese Bauteile diesen Belastungen standhalten können, indem sie die Eigenspannungen reduziert, die Mikrostruktur verbessert und Spannungsrisskorrosion verhindert - ein Ansatz, den wir für jedes Bauteil in diesen Branchen anwenden.
Lagertanks und verfahrenstechnische Anlagen aus geschweißtem Edelstahl können gefährlichen Chemikalien und Kraftstoffen ausgesetzt sein, so dass eine Druckwasserhärtung (PWHT) erforderlich ist, um Korrosion zu vermeiden und die strukturelle Integrität zu erhalten. Beim PWHT wird rostfreier Stahl vorsichtig erhitzt, bis sich schädliche Karbide auflösen. Gleichzeitig wird die innere Struktur verfeinert, um ein Gleichgewicht zwischen Härte und Elastizität herzustellen, damit das Metall in rauen Umgebungen besser funktioniert. Dieser Zyklus gewährleistet auch maximale Sicherheit in schwierigen Situationen.